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Über unsere Schule

Etwas zur Geschichte

Aus alten Aufzeichnungen geht hervor, dass der erste Schulunterricht in der damaligen Gemeinde Varl im Jahr 1786 im Haus des Johann Conrad Schwettmann stattfand. Der Erbauer des Hauses besaß noch keine fachliche Ausbildung. Er war Landwirt, Schuhmacher und Holzschnitzer. Aufgrund seiner Begabung und Allgemeinbildung konnte er die ersten Schüler in Varl unterrichten. Auf der Deele seines Hauses unterwies er häufig 150 bis 170 Kinder. Dafür erhielt er von den Eltern ein bescheidenes Schulgeld. So ist es nicht verwunderlich, dass er wegen des geringen Verdienstes während des Unterrichts noch bestimmten handwerklichen Tätigkeiten nachging, wie zum Beispiel dem Schnitzen von hölzernen Gebrauchsgegenständen. Im Oktober 1868 wurde das erste Schulgebäude der Gemeinde Varl eingeweiht. Es steht heute noch gegenüber der Gaststätte Hanau. Im Jahr 1887 erhielten auch die Varlheider Kinder ein neues Schulhaus. Die 2 Schulgebäude, sowohl in Varl als auch in Varlheide, wurden am 12. September 1957 ihrer Bestimmung übergeben. Die beiden Schulleiter Herr Thielking (Varlheide) und Herr Sorgatz (Varl) nahmen die Schlüssel entgegen. Seit der Neuordnung des Schulwesens im Jahr 1968 besuchen die Varler, Varlheider und Sielhorster Kinder die Grundschule Varl. Da die Schule nicht genügend Klassenräume besaß, mussten vorerst Klassen für einige Zeit nach Sielhorst ausgelagert werden. Aufgrund gestiegener Schülerzahlen (bedingt durch verstärkte Siedlungstätigkeit in Varl und Sielhorst) wurden in Varl 2 Klassenräume angebaut.

Lage, Einzugsbereich, Größe, Möglichkeiten

 

Die Grundschule Varl ist eine der vier Grundschulen der Stadt Rahden. Sie wird von Schülerinnen und Schülern aus den Ortsteilen Varl, Varlheide und Sielhorst besucht. Einige Kinder kommen aus Kleinendorf, Preußisch Ströhen,  Rahden (Stadt), Stemwede, Espelkamp sowie vereinzelt aus Niedersachsen zu uns.

 

 

Das Einzugsgebiet der Grundschule Varl besteht überwiegend aus Bauernschaften mit Streusiedlungscharakter, in die Neubaubereiche mit Ein- und Zweifamilienhäuser eingebettet sind. Das flächenmäßig weitläufige Einzugsgebiet bedingt, dass etwa die Hälfte der Kinder den Schulbus benutzt, die anderen kommen zum großen Teil mit dem Fahrrad, zu Fuß oder werden von ihren Eltern mit dem PKW gebracht.

Die Schule besteht aus einem zweigeschossigen Bau und einer separaten Einfachturnhalle. Im Erdgeschoss und in der ersten Etage befinden sich fünf Klassenräume, eine Schulbücherei, das Lehrerzimmer und zwei Lehrmittelräume. Im Winter 2000/2001 entstand durch einen Anbau ein Raum für die Verwaltung im Erdgeschoss. Insbesondere ist der „Vielzweckraum“ zu erwähnen. Er wurde ebenfalls am eigentlichen Schulgebäude angebaut und ist über den Pausengang zu erreichen. Dieser Raum wird für  Musikunterricht, Werken und Sachunterricht genutzt. Er ist für unsere pädagogische Arbeit – insbesondere im musischen Bereich – von großer Bedeutung. 2007 wurde eine Aula angebaut. Diese wird für gemeinsame Festlichkeiten im Schuljahr, aber auch als räumliche Ausweichmöglichkeit bei Differenzierungsmaßnahmen in unserer täglichen pädagogischen Arbeit genutzt. Im Zusammenhang mit dem Anbau der Aula wurde das Gebäude von innen neu gestrichen. Seit Beginn des Schuljahres 2011/12 steht ein Raum dem offenen Ganztag zur Verfügung. Neben diesem Raum wurde eine Küche für die Verteilung der Mittagsmahlzeiten eingerichtet. Die Aula wird von den Kindern des offenen Ganztages als Treffpunkt zum Mittagessen genutzt. Das Schulgelände bietet den Kindern viele Grünflächen und Freiraum zum Spielen.  Ein großer Schulhof mit altem Baumbestand, Spiel- und Turngeräten sowie ein Bolzplatz, eine Kletterwand und ein Weidenhaus werden vor- und nachmittags genutzt. Vor der Südseite des Gebäudes befindet sich das „grüne Klassenzimmer“. Es entwand im Rahmen des Schulfestes 2012. Durch vielfältige Spendenaktionen wurden die finanziellen Möglichkeiten geschaffen Bänke zu kaufen. Eltern und Lehrer stellten das grüne Klassenzimmer“ dann auf. Acht kreisförmig angeordnete Sitzbänke bieten  sich  im Sommer als Alternative zum Schulmobiliar an sowie beim Abschluss von Unterrichtsgängen in die nahe Schulumgebung. Das „grüne Klassenzimmer“ wird von Frühjahr bis Herbst von allen  gern genutzt. 

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